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Xing‑Hu Kuo

Xing‑Hu Kuo wurde 1938 geboren.
1957‑1961 studierte er Journalistik an der Universität Leipzig.
1963 zog er nach Ost‑Berlin und arbeitete in der Presseabteilung der Botschaft der Volksrepublik China als Übersetzer.
1965 wurde Kuo verhaftet, er soll einige deutsche Freunde in seinem Mercedes nach West‑Berlin gebracht haben. Aufgrund von erpressten „Geständnissen“ wurde er in einem geheimen Prozess zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus wegen angeblicher Fluchthilfe und Spionage verurteilt. Fast bis zum letzten Tag verbrachte er seine Haft im Stasi‑Hochsicherheits‑Zuchthaus Bautzen II .
1972 wurde er von der Bundesrepublik freigekauft.
Er arbeitete seitdem in West‑Berlin und der Bundesrepublik als Redakteur der „Welt“, ab 1985 freiberuflich als Journalist und Buchautor.
Neben seinen journalistische Arbeiten schreibt er Sachbücher, Romane, Erzählungen und übersetzt aus dem Indonesischen und Niederländischen und ins Indonesische.
Xing‑Hu Kuo lebte u.a. in Sindelfingen, Baden‑Württemberg, zuletzt in Berlin. Er war seit 2006 Mitglied des Fördervereins.
Er starb im Juli 2016. Wir trauern um Xing‑Hu Kuo.
(Bild: Archiv Appelius)

Literaturhinweise:
Kuo, Xing‑Hu
Ein Chinese in Bautzen 2. 2.675 Nächte im Würgegriff der Stasi (1990);
Wodka in Sektgläsern. Cocktail meiner liebeswürdigen Stasi‑Damen (1993);
Allein gegen die rote Mafia. Ein Chinese kämpft gegen SED/Stasi‑Seilschaften (1994).