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Jörg Kürschner

Jörg Kürschner wird im Dezember 1951 in Hannover geboren und studiert nach dem Abitur Rechtswissenschaften in Bonn. Dem Examen folgt eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent bei einem Bundestagsabgeordneten. Dieser schließt sich die Promotion im Parlamentsrecht an. In jene Zeit (1978) fällt eine Freundschaft mit einem DDR‑Deutschen aus Jena. Ende 1979 erfolgt die Verhaftung am Grenzübergang Herleshausen/Wartha wegen des Verdachts der Staatsfeindlichen Hetze (106 StGB/DDR). Der Inhaftierung liegt der (berechtigte) Vorwurf zugrunde, mehrfach Literatur in die DDR eingeführt und weitergegeben zu haben. Die Untersuchungshaft erfolgt in Berlin‑Hohenschönhausen (Januar bis Juni 1980), die Verurteilung durch das Bezirksgericht Gera (fünf Jahre und acht Monate). Ende 1981 ergeht der Ausweisungsbeschluss der DDR (Freikauf durch die Bundesregierung). Der Haftentlassung schließt sich die Beendigung der journalistischen Ausbildung (Hospitanz, Volontariat) an. Damit ist ‑ nach zweijähriger Unterbrechung durch die DDR‑Haft ‑ die Grundlage für die Arbeit als politischer Redakteur gelegt.
Seit 1990 Tätigkeit als Parlamentskorrespondent, zunächst in Bonn, seit 1999 in Berlin.
Im November 2003 erfolgt die Wahl zum 1. Vorsitzenden des neu gegründeten „Förderverein Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen“. Wiederwahl 2005, 2007, 2009, 2011, 2013 und 2015.
2010 Mitglied der Enquetekommission „Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED‑Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg“ des brandenburgischen Landtags.

Quelle: Archiv der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen