Aktivitäten des Fördervereins 2016


Entwicklungen in der Mitgliedschaft

Im 13. Jahr nach der Gründung des Fördervereins im November 2003 konnte die Zahl der Miglieder leicht gesteigert werden. Während dem Förderverein 2015 229 Mitglieder angehört haben, waren es am Ende des Jahres 2016 239. Zu beklagen waren am 31. August der Tod unseres Mitglieds Helge Dietrich und am 17. Juli von Xing‑Hu Kuo.
Noch einmal die eindringliche Bitte des Vorstands: Werben Sie neue Mitglieder, insbesondere auch Jüngere. Jugendlichen von 16 bis 26 Jahren bietet sich seit Anfang 2013 die Möglichkeit einer zweijährigen, kostenfreien „Schnupper”‑Mitgliedschaft. Davon ist bislang kaum Gebrauch gemacht worden.

    

Der gezielte Kontakt zu Mitgliedern bzw. Freunden des Fördervereins, die als Bundes‑, Landes‑ und Kommunalpolitiker zu unseren Unterstützern zählen, wird im Vorstand des Fördervereins zusammen mit der Leitung der Gedenkstätte intensiv gepflegt. Derzeit gehören dem Förderverein 11 Mandatsträger an: 11 MdB, 2 MdA, 3 MdL, 1 BVV. Der Vorstand dankt ausdrücklich allen Mitgliedern für ihr Engagement im Jahr 2016, das sich unterschiedlich ausdrückte; in Form von Spenden, in Form von Ratschlägen und in Form der Mitarbeit im „Nachrichteninfo”.


Mitglieder fördern die Arbeit der Gedenkstätte

Die Arbeit der Gedenkstätte ist auch 2016 weiter materiell gefördert worden. Herausragend waren die Kosten für die Verlehung des Hohenschönhausen‑Preises 2016: Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro, hinzu kommen weitere Kosten für den Empfang und die Organisation des Festaktes in der Saarländischen Landesvertretung.
Der Förderverein unterstüzte die Durchführung des 9. Hohenschönhausen‑Forums zum Thema „Der Hass auf den Westen ‑ Kommunismus, Nationalsozialismus, Islamismus”.

  
Die „FSJ‑ler des Fördervereins” unter sich beim Hohenschönhausen‑Preis

Weiterhin hat der Förderverein eine Stelle für ein „Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)„ in Höhe von insgesamt 5340 Euro finanziert. Diese Mitarbeiterin ist zugleich Ansprechpartnerin des Fördervereins in der Gedenkstätte. Der Vosrtand sieht in diesem Projekt die Chance, das Engagement junger Menschen für nachhaltige Aufgaben in der Gedenkstätte zu fördern und zugleich deren Interesse an der historischen Aufgabenstellung zu wecken. Außerdemwird damit personellen Engpässen in der Gedenkstätte begegnet.
Die Recherchen eines Historikers der Gedenkstätte wurden mit 400 Euro unterstützt. Wir finazieren weiter das „Pädagogische Konzept für geführte Rundgänge mit blinden und sehbehinerten Besuchern durch die Gedenkstätte”. Mit 600 Euro haben wir außerdem das Forschungsprojekt „Die Totenkopfbande. Berliner S‑Bahn‑Rowdys in der Untersuchungshaftanstalt Berlin‑Hohenschönhausen 1961” einer wissenschaftlichen Assistentin der Gedenkstätte unterstützt.
Der von unserem Mitglied Gino Kuhn organisierte Workshop „Geschichte erfahren, Geschichte künstlerisch gestalten” für Jugendliche wurde zudem mit 448,94 Euro unterstützt.

Gründungmitglieder vor und nach der Preisverleihung 2016             

Kostenmäßig zu Buche geschlagen haben auch die vom Förderverein organisierten Veranstaltungen zum 17. Juni und zum 13. August.
Vierstellige Großspendeb wurch Mitglieder konnte der Förderverein 2016 in Höhe von 20.709,50 Euro (Vorjahr: 19.700 Euro, 2014 17.485 Euro) verbuchen. Der Vorstand dankt jedem Mitglied für jede Zuwendung, unabhängig von deren Höhe.
Der längst zur Tradition gewordene Jour Fixe im Sommer wurde genutzt, um am 17. Juni im früheren Polizeigefängnis Keibelstraße der Opfer des Volksaufstands vor 63 Jahren zu gedenken. Die Gedenkstätte hatte zum zweiten Mal Sonderführungen organisiert.

Am 17. Juni 2016, dem 63. Jahrestag des Volksaufstandes, wurde der diesjährige Jour fixe in der Keibelstraße in Berlin‑Mitte durchgeführt. Die Mitglieder des Fördervereins nahmen dort an einer Führung durch das ehemalige Polzeigefängnis teil, in dem auch die Stasi insbesondere im Zusammenhang mit dem Volksaufstand Häftlinge verhört und gefangen gehalten hat.

       

Nach der Führung durch den ehemaligen Häftling Harry Santos erfolgte eine Kranzniederlegung des Fördervereins zum Gedenken an die Opfer des Volksaufstands. Mehr als 25 Mitglieder, darunter Roland Jahn, Dr. Jörg Kürschner sowie Dr. Hubertus Knabe nahmen an dieser feierliche Ehrung teil.
In einer kurzen Ansprache betonte Hubertus Fedke, Stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, bis 1990 sei der 17. Juni in der Bundesrepublik Deutschland Feier‑ und Gedenktag: der Tag der Deutschen Einheit. Als die Einheit am 3. Oktober 1990 endlich Wirklichkeit wurde, geriet der 17. Juni leider in den Hintergrund.
Auch wenn der 17. Juni kein Feiertag mehr ist: Der Aufstand in Ost‑Berlin und der DDR gehört zu den prägendsten und bedeutendsten Ereignissen der jüngeren deutschen Geschichte. Ohne den 17. Juni lässt sich die deutsche Geschichte der vergangenen Jahrzehnte nicht erklären, lässt sich die Fluchtbewegung in den Folgejahren, die „Abstimmung mit den Füßen”, ebenso wenig nachvollziehen wie der Bau der Mauer, die systematische Verfolgung Andersdenkender, die Proteste gegen das Regime oder die Friedliche Revolution.
„Schon deshalb muss der 17. Juni wieder ein Feiertag werden und nicht nur Gedenktag bleiben. Dies fordert der Förderverein bereits seit Jahren!”

Immer noch nicht umgestzt ist unsere Forderung aus 2015, das DDR‑Polizeigefängnis zu einem Lernort umzugestalten.
Die Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen hat ihr Interesse bekundet, das ehemalige Polizeigefängnis als einen Lernort zu entwickeln und zu betreiben. Über 600 Hohenschönhausen‑Häftlinge wurden während ihrer Haftzeit in dem Ost‑Berliner Polizeigefängnis verhört und gefangen gehalten. Der Förderverein unterstützt daher die „Initiativgemeinschaft Ehemaliges Polizeigefängnis Keibelstraße”. Sie regt daher an, als ersten Schritt die Stiftung Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen mit der Ausarbeitung eines Betriebskonzeptes und einer Kostenschätzung zu beauftragen.


Solidarität mit den Opfern des Mauerbaus
Eine politische Demonstration mit Zeitzeugen

Zwei Monate später, am 13. August, hat der Förderverein am Brandenburger Tor anlässlich des 55. Jahrestages des Mauerbaus an die Opfer des Schießbefehls erinnert. Zusammen mit der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrrschaft (UOKG) haben wir einen ganzen Tag lang zahlreiche Passanten, darunter, darunter viele Berlin‑Besucher, über das mörderische Grenzregine aufgeklärt. Die Gedenkstätte hatte zwei originale Gefangenentransporter zur Verfügung gestellt, die vielfach besichtigt wurden.



Grußworte der Vereinsvorsitzenden Dr. Jörg Kürshner und Dieter Dombrowski, MdL


Proteste gegen Pläne zur Aufgabe der Selbständigkeit der Gedenkstätte
Der Vorstand hat den Direktor der Gedenkstätte, Dr. Hubertus Knabe, mit Nachdruck in seinem letztlich erfolgreichen Bemühen unterstützt, die Selbständigkeit der Gedenkstätte zu erhalten.
Hierzu gibt die nachstehende Dokumentaion Aufschluss:

„Das riecht nach feindlicher Übernahme”
Von Sven Felix Kellerhoff, Die Welt

Auf den ersten Blick könnte man den Satz fast überlesen:
„Wir schlagen vor, die Gedenkstätten Normannenstraße/Magdalenenstraße und Hohenschönhausen ... zusammenzuführen.” So heißt es im Entwurf der Empfehlungen, den jetzt die Expertenkommission für die Zukunft der Stasi‑Unterlagen‑Behörde (Link: http://www.welt.de/153847135) abschließend beraten hat. Die ehemalige Stasi‑Zentrale in Berlin‑Lichtenberg und das frühere zentrale Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (Link: http://www.stiftung‑hsh.de/) (MfS) sollen unter dem Dach einer neu zu gründenden „Stiftung Diktatur und Widerstand ‑ Forum für Demokratie und Menschenrechte” zusammengeführt werden.
Was so unverdächtig daherkommt, ist in Wirklichkeit ein konzentrierter Angriff auf die kritische Aufarbeitung der DDR ‑ und zentrales strategisches Ziel einiger Geschichtspolitiker in der SPD. Ihnen ist die Ausrichtung der Gedenkstätte Hohenschönhausen unter ihrem selbstbewussten Stiftungsdirektor Hubertus Knabe (Link: http://www.welt.de/themen/hubertus‑knabe/) seit Langem ein Dorn im Auge. Immer wieder hat der Historiker es kritisiert, wenn sich Sozialdemokraten mit der SED‑Nachfolgerpartei eingelassen (Link: http://www.welt.de/135052690) haben. Anfeindungen zum Trotz hat er stets die Perspektive der Opfer in den Mittelpunkt gestellt, während andere dem Sozialismus in der DDR durchaus positive Seiten abgewinnen wollten.
„Das riecht schon sehr nach einer feindlichen Übernahme”, sagt Knabe zu dem Vorschlag aus den Reihen der Kommission. Nicht nur der Name der Stiftung Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen würde verloren gehen. Auch die Unabhängigkeit der meistbesuchten Einrichtung in Deutschland (Link: http://www.welt.de/150462010) , die an die Opfer der SED‑Diktatur erinnert, wäre dahin. Eine unbekannte Stiftung mit einem Allerweltsnamen würde die wichtigste Einrichtung der DDR‑Aufarbeitung schlucken.
Seit Jahren strömen immer mehr Menschen in das ehemalige Stasi‑Gefängnis, in dem frühere Häftlinge durch Zellen und Verhörräume (Link: http://www.welt.de/12732533) führen ‑ 50.000 mussten im Jahr 2015 wegen Überfüllung abgewiesen werden. Durch die Eröffnung einer umfangreichen Dauerausstellung ist das Interesse des Publikums sogar noch gewachsen.

Alleine schon der Name ist irritierend
Trotzdem weigert sich der Berliner Senat, der Stiftung ein vollständig erhaltenes Gefängnis der Volkspolizei nahe dem Berliner Alexanderplatz als zweiten Standort zu übergeben. Es würde unter dem Stiftungsdirektor Knabe sicher bald ähnlich viele Besucher haben wie das Gefängnis in Hohenschönhausen. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD), die im Nachbargebäude residiert, hat dies bislang mit Erfolg verhindert.
In dieselbe Richtung zielen die Empfehlungen der Expertenkommission. Folgt man dem Entwurf, der seit einigen Tagen in Berlin kursiert, soll der Besuchermagnet Hohenschönhausen einer unattraktiven Dachorganisation einverleibt werden. Knabe selbst wird man auf diese Weise zwar vermutlich nicht loswerden können. Aber wenn Hohenschönhausen Teil einer übergeordneten Einrichtung im Bezirk Lichtenberg werden sollte, dann dürfte die Stasi‑Opfer‑Gedenkstätte ihre beste Zeit hinter sich haben.
Allein schon der Name der vorgeschlagenen Institution irritiert: Stiftung Diktatur und Widerstand ‑ Forum für Demokratie und Menschenrechte. Von Stasi oder DDR kein Wort. Unter diesem Namen könnte so gut wie alles abgehandelt werden ‑ von den Freiheitskämpfen im 19. Jahrhundert über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus bis hin zu den Menschenrechten sexueller Minderheiten heute.

Die Aktion könnte rot‑rot im nächsten Senat erleichtern
Wird die Botschaft der bisherigen Stiftung Hohenschönhausen (Link: http://www.welt.de/8151995), dass der Sozialismus in der DDR an sich ein Verbrechen war, verwässert, dient das vor allem einer Partei: der Linken. Sie wird auf diese Weise vom Makel ihrer Vergangenheit befreit. Die Hemmungen, mit ihr auf Bundesebene eine Koalition zu bilden, dürften weiter sinken.
Seit einem Vierteljahrhundert drückt sich die Linke‑Führung um eine klare Distanzierung vom Unrechtsstaat DDR. Im Innersten ist die SED‑Nachfolgepartei immer noch der Ansicht, die DDR sei der bessere deutsche Staat gewesen. Für eine rot‑rot‑grüne Koalition ist die Stiftung Hohenschönhausen deshalb ein Störfaktor.
Möglicherweise auch für die Bildung des nächsten Berliner Senates. Nach der Abgeordnetenhauswahl im Herbst möchte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, das ist kein Geheimnis in der Hauptstadt, das Bündnis mit der CDU gerne aufkündigen. Dann bleibt ihm nur eine Koalition mit der Linken und mutmaßlich den Grünen. Von der Berliner SPD ist daher kein Schutz für Hohenschönhausen zu erwarten.

Auch Opfer sprechen von einem „Skandal”
Müllers Vorgänger Klaus Wowereit hatte dagegen noch anders agiert. Er hatte Knabe und seine Stiftung immer unterstützt ‑ vielleicht aus Scham über seinen Tabubruch von 2001, als er die Linkspartei in die Regierung holte ‑ nur zwölf Jahre nach dem Fall der Mauer ‑, unter der Berlin jahrzehntelang gelitten hatte.
Dass der Vorschlag der Kommission widerstandslos umgesetzt wird, ist eher unwahrscheinlich. Noch bevor deren Empfehlungen veröffentlicht worden sind, regt sich Protest ‑ vor allem unter den Opfern der Stasi. „Hohenschönhausen steht wie kein anderer Ort für die politische Verfolgung in der DDR”, sagt zum Beispiel Jörg Kürschner. Er ist Vorsitzender des Fördervereins Stiftung Berlin‑Hohenschönhausen und saß ‑ als Westdeutscher ‑ 1980 selbst sechs Monate im Stasi‑Gefängnis Hohenschönhausen und weitere anderthalb Jahre in einem anderen DDR‑Gefängnis, Ende 1981 wurde er von der Bundesregierung freigekauft.
Kürschner kritisiert die Vorschläge, der Gedenkstätte Hohenschönhausen die Unabhängigkeit zu nehmen und sie damit als unbequemen Mahner auszuschalten. Der „nebulöse Stiftungsname” solle von den Verbrechen der SED ablenken. Und er nennt es einen „Skandal”, dass nicht ein einziger politischer Häftling an der Abfassung der Empfehlungen mitgearbeitet hat.
Tatsächlich wäre die Bundesregierung gut beraten gewesen, die Opfer an den Beratungen über die Zukunft der Stasi‑Unterlagen‑Behörde zu beteiligen. Dann wäre der Expertenkommission sicher nicht der peinliche Fehler unterlaufen, Opfer und Täter institutionell in denselben Topf zu werfen.
Das einstige Stasi‑Gefängnis in Hohenschönhausen faktisch der früheren Stasi‑Zentrale anzugliedern, ist ungefähr so, als würde man die deutschen KZ‑Gedenkstätten der Stiftung Topographie des Terrors auf dem Gelände der einstigen Gestapo‑Zentrale unterstellen. Die Opfer der DDR‑Geheimpolizei müssen sich durch einen solchen Vorschlag regelrecht verhöhnt vorkommen. Die Abgeordneten des Bundestages werden noch viel Zeit aufwenden müssen, die zweifelhaften Vorschläge einer parteipolitisch zusammengesetzten „Expertenkommission” wieder einzufangen.

Im Juni hatte die von Deutschen Bundestag eingesetzte Expertenkommission eine Zusammenlegung der Gedenkstätte mitder ehemaligen Stasi‑Zentrale in Berlin‑Lichtenberg empfohlen. Die neu zu gründende Stiftung sollte den Namen „Diktatur und Widerstand. Forum für Demokratie und Menschenrechte” tragen.

Der Vorstands des Fördervereiens fasste hierzu nachfolgenden Beschluss :
Förderverein lehnt Vorschlag der Expertenkommission ab
Erklärung des Vorsitzenden des Fördervereins der Gedenkstätte Hohenschönhausen, Dr. Jörg Kürschner, und der Mitglieder des Vorstands
Die Empfehlung der vom Deutschen Bundestag eingesetzten Expertenkommission, die Gedenkstätte Hohenschönhausen einer neu zu gründenden Stiftung zuzuführen und gleichzeitig die Stasi‑Unterlagenbehörde zu zerschlagen, ist eine politische Instinktlosigkeit.
Die Gedenkstätte Hohenschönhausen, die Stasi‑Unterlagenbehörde und das Gelände des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit in der Berliner Normannenstraße sind einzigartige Zeugnisse der politischen Unterdrückung zur Zeit der SED‑Diktatur. Das aufzulösen und in fragwürdige neue Strukturen zu überführen wäre ein völlig falsches Signal ‑ sich nämlich künftig nicht noch intensiver, sondern sogar weniger mit der DDR‑Geschichte auseinanderzusetzen.
Wir unterstützen den Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen, Dr. Hubertus Knabe in seiner Forderung, die organisatorische Selbstständigkeit der Gedenkstätte ebenso zu erhalten wie die organisatorische Selbstständigkeit der Stasi‑Unterlagenbehörde. Die Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen leistet seit vielen Jahren eine erfolgreiche und international wie national anerkannte Arbeit. Dies schlägt sich unter anderem in einer stetig steigenden Besucherzahl nieder, so konnte im vergangenen Jahr mit 444 000 Menschen erneut ein Besucherrekord verzeichnet werden.

Nach weiteren massiven Protesten musste sich die Bundesregierung von den Empfehlungen der von ihr eingesetzten Kommission distanzieren!



M E L D U N G E N aus 2016

Anwalt der Stasi‑Opfer bleibt an der Spitze der Akten‑Behörde
Mit großer Freude hat der Förderverein die Wiederwahl seines Mitglieds Roland Jahn zum Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen aufgenommen: ‑ Roland Jahn, Mitglied des Fördervereins Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen, ist mit großer Mehrheit (511 von 570 Stimmen) für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden ‑

        

Bezirk Mitte plant Bärbel‑Bohley‑Straße
Initiative von Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe

Der Berliner Bezirk Mitte will für die Neugestaltung des Mauerparks eine Straße nach Bärbel Bohley benennen. Gedenkstättendirektor Hubertus Knabe hatte im November 2014 Bezirksbürgermeister Christian Hanke die DDR‑Bürgerrechtlerin als Namenspatin empfohlen. Trotz ihres herausragenden bürgerrechtlichen Engagements erinnere bis heute in Berlin keine Straße an die viel zu früh verstorbene „Mutter der Friedlichen Revolution”, so Knabe.
Die Bezrksverordnetenversammlung (BVV) Berlin‑Mitte stimmte dem Vorschlag zu. den in östlicher Richtung gelegenen Straßenbogen am Mauerpark in Bärbel‑Bohley‑Ring umzubenennen.






Nachstehend die PDF‑Versionen der Ausgaben des Nachrichteninfos aus 2016 zum Download:

Nachrichteninfo Nr. 1 von 2016 (pdf, 1.900 kb)

Nachrichteninfo Nr. 2 von 2016 (pdf. 729 kb)

Nachrichteninfo Nr. 3 von 2016 (pdf. 665 kb)


Im Binnenverhältnis hat sich das „Nachrichteninfo” für Mitglieder und Freunde des Fördervereins weiter zu einer festen Einrichtung entwickelt, die auf eine erfreuliche Resonanz stößt. Der Umfang dieses Mitteilungsblatts, das seit nunmehr 12 Jahren erscheint und das auch den Besuchern der Gedenkstätte auf Spendenbasis zur Verfügung gestelllt wird, beträgt inzwischen bis zu 48 Seiten. Die Druckauflage liegt bei derzeit 700 Exemplaren, die elektronische Auflage bei etwa 1.300 Exemplaren. Neben dem Faltblatt, das den Besucherb kostenfrei zur Verfügung gestellt wird, ist das Nachrichteninfo ein wichtiger Werbefaktor. So stellt der Vorstand fest, das nach Erscheinen regelmäßig ein Anstieg der Spenden verzeichnet werden kann. In diesem Jahr sind bereits die 35., 36. und 37. Ausgabe herausgegeben worden.

Und zum Schluss noch eine erfreuliche Selbstverständlichkeit und ein ernster Hinweis. Die Zusammmenarbeit zwischen dem Vorstand und der Gedenkstätte, mit Herrn Dr. Knabe, Herrn Frauendorfer und Herrn Kockisch und anderen Mitarbeitern verlief auch 2016 reibungslos, vertrauensvoll und aufgrund der Aufgabenfülle ohne bürokratische Hindernisse. „Die Basis ist konstitutiv für unsere Arbeit”. Mit diesem Satz endete der Jahresbericht 2015. Diese Basis steht auch 2017, da die Kulturpolitik von einem Senator der Linkspartei verantwortet werden wird, der kraft Amtes zugleich Vorsitender des Stiftungsrats der Gedenkstätte Berlin‑Hohenschönhausen ist.